Havelland

Über 30 Jahre Plattdeutsch-Zirkel Großderschau

Welch eine plattdeutsche Gemeinschaft ist am Kolonisternhof Großderdschau über Jahrzehnte gewachsen!

Im Herbst 1986 kam auf Vorschlag der Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe der LPG - Chef Fritz Neye zur Lehrerin Christa Grähn mit dem Gedanken, doch etwas für die plattdeutsche Sprache zu tun. Beide verband das Niederdeutsch, mit dem sie im Havelland aufgewachsen waren. Christa Grähn gefiel dieser Gedanke sehr gut und bei der Gründungsversammlung im Januar 1987 bekam sie gleich den Hut für den Zirkels auf. Die Mitgliederzahlen stiegen rasch an, denn es war immer interessant und heiter. Die monatlichen Treffen besuchten immer 15-23 Freunde des Plattdeutschen, jährlich fanden Ausflüge statt - mal nach Schwerin ins Plattdeutsche Theater oder zum „Schwattsur Eeten“ auf den Bauernhof der Familie Klein. Immer unterstützt von der Genossenschaft.

Die gab es so nach dem 89er Umbruch nicht mehr. Ab 1993 fand der Zirkel eine neue Heimat im Verein Initiative Begegnungszentrum Großderschau auf dem Kolonistenhof. Weiter mit als unermüdlicher Motor dabei Christa Grähn. Liebevoll teilte sie ihre Mitstreiter in Genießer, Redner und Aktivisten ein. Die Genießer hören voll Wonne den Plattdeutschen Vorträgen. Die Redner räden sülvst platt und die Aktivisten schreiben eigene Texte up Platt. Georg Viebig, Minna Wollschläger zum Beispiel oder Helmut und Siegfried Schmidt und natürlich Christa Grähn.

Der Plattdeutsche Zirkel baute über die Jahre eine wundervolle Zusammenarbeit mit der Havelberger Plattdeutschen Singegruppe, den Kyritzer, Putlitzer und Wittstocker Plattsnackern und dem „Uckermärk´schen Heidstruk“ Templin auf. Eng verbunden ist er auch mit dem Prignitzer Plattdeutsch-Pfarrer Gottfried Winter und nach dessen Tod mit der mecklenburgischen Pastorin Ute Eisenack, die als Religionspädagogin nach Brandenburg gekommen ist.

Wir Großderschauer organisieren die „Winterplatt- Veranstaltung“ im Februar, zur Landpartie im Juni einen Plattdeutschen Nachmittag und im Herbst einen plattdeutschen Gottesdienst in unserer Kolonistenkirche.

Wir setzen alles daran, die Sprache unserer Vorfahren zu erhalten. So haben wir jetzt zwei Jungen im Alten von 9 und 12 Jahren in den Zirkel aufgenommen. Beide haben Spaß am Erlernen dieser schönen Sprache. Jeden ersten Donnerstag im Monat treffen sich die Mitglieder um 14.00 Uhr zu einem gemeinsamen Austausch auf Plattdeutsch.

Helga Klein

Vereinsvorsitzende

 

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